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Süßes Wiener Mädel

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In Vitrinen mit hübschem Nippes nehmen sich rosig garnierte Figuren besonders anschaulich aus. In die Sammlung des Rosenmuseums ist vor kurzem ein süßes Wiener Mädel gekommen. Wer den Raum im Rosenmuseum „Die Rose und die Schönen Künste“ kennt, dem erschließt sich sofort, warum es gerade dieses Mädel sein musste. Mit seinem schwarz gestreiften weißen Rock gehört es einfach hierher. Das besonders niedliche, leicht geneigte Gesichtchen ziert eine kleine schmollende Oberlippe. In den Armen trägt das Mädchen blaue Trichterwinden und einen dicken Strauß roter Rosen.

Die kleine Gärtnerin ist 16 cm hoch und perfekt erhalten.

Die Keramik stammt aus der Wiener Werkstätte und wird dem Bildhauer und Keramiker Michael Powolny zugeordnet. Powolny hatte 1906 mit dem Fachkollegen Berthold Löffler die Werkstätte „Wiener Keramik“ gegründet, die auch für die Wiener Werkstätte arbeitete. Das Wiener Publikum liebte und begehrte vor allem seine Figuren, zum Beispiel Putten, Figuren der Jahreszeiten und insbesondere die weiblichen Figuren mit Rosen. Bis 1932 war er Lehrer an der keramischen Fachklasse der Wiener Kunstgewerbeschule.