Die Sammlung des Rosenmuseums

Sammler sind glückliche Menschen! meint Johann-Wolfgang Goethe, stolzer Besitzer mehrerer kostbarer Sammlungen zu unterschiedlichen Themen. Für einen echten Sammler gibt es nur die Alternative „besitzen“ und „noch nicht besitzen“. Mit Leidenschaft, etwas Glück und oftmals hohem finanziellen Einsatz entstehen Sammlungen zur Freude des Besitzers und zum Staunen des Betrachters.

Genauso steht es auch mit der Sammlung des Rosenmuseums! In den öffentlich zugänglichen Ausstellungsräumen des Rosenmuseums sehen Sie einen kleinen Ausschnitt aus der Sammlung des Rosenmuseums. Weit mehr Bilder und Gegenstände schlummern im Depot, dem Herz des Rosenmuseums.

Eine Sammlung entsteht

Den Grundstock der Sammlung legte Ria Steinhauer, die Steinfurther Graue Rosen-Eminenz, in den 1970er Jahren. Zu dieser Zeit betrieb sie eine Versicherungsagentur. Damals war es üblich, Monat für Monat die Beiträge von den Versicherten persönlich zu kassieren. Dies war aber auch die Gelegenheit, gezielt nach Bildern und Objekten zum Thema Rose zu fragen. Zu dieser Zeit gab es  rund 210 Rosenbetriebe in Steinfurth und das Leben der gesamten Dorfbevölkerung drehte sich um die Königin der Blumen.

Seit 1986 verfügte das Museum über einen Ankaufetat, aus dem über den Kunsthandel die Sammlung mehr oder weniger planmäßig ergänzt wurde. Auf diese Weise kam in mehr als 40 Jahren einiges zusammen.

Die Sammlung zu ergänzen und abzurunden ist eine Freude – auch mit ganz kleinem Etat. Außerdem erhalten wir immer wieder noble Spenden an Geld und Objekten. Dafür sind wir sehr dankbar.

Zielsetzung

Der Rosenanbau prägte über 150 Jahre das Bild der Wetterau, zu deren Kulturpflanze die Rose zählt. Mit dem Sammeln, Bewahren, Forschen und Präsentieren rund um die Königin der Blumen versuchen wir, zwischen kultureller Vergangenheit und Gegenwart eine Brücke schlagen. Dadurch stärken wir nachdrücklich die regionale Identität. Die Abteilung „Rosenanbau in Steinfurth“ wird durch Werkzeug und Gerät sowie Firmenarchive der Steinfurther Rosenanbauer repräsentiert. Diese Sammlung  ist so gut wie abgeschlossen.

Die kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung des Rosenmuseums zählt mehrere tausend Rosen-Objekte. Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie Dornröschen, Religion, Porzellan und Grafik. Weitere Themen wie Kunstblumen, Spielzeug, Gemälde, Kunsthandwerk und Schmuck zeigen die große Bandbreite im Namen der Rose.